Zecken-Risikogebiete 2026: Deutschland, Österreich und Schweiz
FSME-Risikogebiete in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Wo ist das Risiko am höchsten? Interaktive Karte mit allen 521 Regionen, Fallzahlen und Schutztipps.
FSME-Risikogebiete in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Stand: Januar 2026 · Quelle: Robert Koch-Institut, BAG
FSME: RKI, Epidemiologisches Bulletin 09/2026 (185 Kreise) ·
Österreich: AGES · Schweiz: BAG (alle Kantone ausser Tessin)
Borreliose: Fallzahlen nach Bundesland/Region (Meldedaten 2020 - 2024) ·
Farbintensität = geschätzte Fallhäufigkeit pro 100.000 Einwohner
FSME und Borreliose - der Unterschied
Zecken können zwei unterschiedliche Krankheiten übertragen: FSME und Borreliose. Es ist wichtig, den Unterschied zu kennen - denn die Schutzmaßnahmen unterscheiden sich:
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Virale Erkrankung, die das Nervensystem betreffen kann. Es gibt keine Behandlung, aber eine wirksame Impfung. Kommt nur in bestimmten Risikogebieten vor. Mehr zu FSME →
Borreliose (Lyme-Borreliose)
Bakterielle Infektion, erkennbar an der Wanderröte. Gut mit Antibiotika behandelbar, aber es gibt keine Impfung. Kommt in ganz Deutschland vor. Mehr zu Borreliose →
Warum zeigt die Karte beides?
FSME tritt nur in bestimmten Regionen auf - deshalb gibt es offizielle Risikogebiete. Borreliose dagegen wird deutschlandweit übertragen. Die Karte zeigt für Borreliose die geschätzte Fallhäufigkeit nach Region, damit du das Gesamtbild siehst.
FSME-Risikogebiete in Deutschland
Das RKI aktualisiert die Liste der FSME-Risikogebiete jedes Jahr im Epidemiologischen Bulletin. Für 2026 sind 185 Landkreise als Risikogebiet ausgewiesen - sechs mehr als im Vorjahr. Die meisten liegen in Süd- und Mitteldeutschland.
Bundesländer mit den meisten Risikogebieten
| Bundesland | Risikogebiete | Einschätzung |
|---|---|---|
| Bayern | 76 von 96 Kreisen | Fast komplett betroffen |
| Baden-Württemberg | 43 von 44 Kreisen | Fast komplett betroffen |
| Thüringen | 13 Kreise | Vor allem Südthüringen |
| Sachsen | 11 Kreise | Erzgebirge und Ostsachsen |
| Hessen | 9 Kreise | Südhessen und Main-Kinzig |
| Brandenburg | 5 Kreise | Südost-Brandenburg |
| Sachsen-Anhalt | 3 Kreise | Dessau-Wittenberg-Raum |
| Niedersachsen | 2 Kreise | Einzelfälle (Celle, Emsland) |
| NRW, RLP, Saarland | je 1 Kreis | Einzelfälle |
Gibt es Zecken in Norddeutschland?
Ja - Zecken kommen in ganz Deutschland vor, auch in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Das FSME-Risiko ist dort allerdings sehr gering. Borreliose wird dagegen überall übertragen. Körperkontrolle nach dem Aufenthalt im Freien ist daher überall in Deutschland sinnvoll.
FSME-Risikogebiete in Österreich
Österreich ist eines der am stärksten von FSME betroffenen Länder Europas. Die AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) stuft nahezu das gesamte Bundesgebiet als Risikogebiet ein. Dank der hohen Durchimpfungsrate (ca. 85 %) sind die Fallzahlen in den letzten Jahren zurückgegangen - doch ohne Impfung bleibt das Risiko hoch.
Burgenland und Kärnten
Höchste FSME-Inzidenz in Österreich. Besonders das Neusiedlersee-Gebiet, das Klagenfurter Becken und das Drautal sind betroffen.
Steiermark und Oberösterreich
Weit verbreitet, besonders in der Oststeiermark und im Mühlviertel. Auch das Innviertel ist stark betroffen.
Niederösterreich
Waldviertel, Weinviertel und die Donauauen gelten als Kerngebiete. Auch die Wiener Umgebung ist betroffen.
Salzburg, Wien, Tirol, Vorarlberg
Tieflagen betroffen (Inntal, Salzburger Becken, Wiener Prater/Lobau). In alpinen Höhenlagen ab ca. 1.000 m deutlich geringeres Risiko.
FSME-Risikogebiete in der Schweiz
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt die FSME-Impfung für alle Personen ab 6 Jahren, die in der Schweiz leben oder dort regelmäßig im Freien unterwegs sind. Der Grund: Alle Kantone außer dem Tessin gelten inzwischen als FSME-Risikogebiet.
Genf wurde 2024 als letzter Kanton auf die Risikoliste aufgenommen. Damit ist die Schweiz - ähnlich wie Österreich - praktisch flächendeckend betroffen. Die höchsten Fallzahlen melden die Kantone Zürich, Bern, Aargau, Thurgau und die Ostschweizer Kantone.
Warum ist der Tessin nicht betroffen?
Der Tessin (Ticino) auf der Alpensüdseite hat ein anderes Klima und eine andere Zeckenpopulation. Bisher wurden dort keine FSME-Fälle gemeldet. Bei Borreliose gilt dagegen auch der Tessin als betroffen.
Du lebst in einem Risikogebiet - was nun?
Wenn dein Landkreis oder Bezirk als FSME-Risikogebiet eingestuft ist, heißt das nicht, dass du dich nicht mehr ins Freie trauen solltest. Es bedeutet: Das Risiko ist da, und du kannst dich konkret dagegen schützen.
Drei Schritte, die wirklich helfen
1. FSME-Impfung prüfen
Die STIKO empfiehlt die FSME-Impfung für alle, die in Risikogebieten leben oder dort Urlaub machen. Die Grundimmunisierung umfasst drei Impfungen und schützt mindestens fünf Jahre.
2. Natürlicher Zeckenschutz
Geschlossene Kleidung, helle Farben und ein natürliches Repellent-Spray reduzieren das Risiko eines Zeckenstichs deutlich - besonders bei Aktivitäten in der Natur. Wirkstoffe wie Citriodiol (aus Zitroneneukalyptus) bieten einen pflanzlichen Schutz ohne DEET.
3. Körperkontrolle nach draußen
Nach dem Aufenthalt im Freien den Körper absuchen. Zecken bevorzugen warme Stellen: Kniekehlen, Achseln, Leiste, Haaransatz. Je schneller du eine Zecke entfernst, desto geringer ist das Übertragungsrisiko.
Gut zu wissen
FSME-Viren werden sofort beim Stich übertragen. Borrelien dagegen brauchen 12 - 24 Stunden. Schnelles Entfernen schützt also vor allem gegen Borreliose.
Natürlicher Zeckenschutz - ohne Chemie in der Natur unterwegs
Gerade wer regelmäßig in der Natur unterwegs ist - ob beim Wandern, Gärtnern oder mit den Kindern auf dem Spielplatz - braucht einen Zeckenschutz, der zum Alltag passt. Die gute Nachricht: Es muss nicht immer DEET sein.
Pflanzliche Wirkstoffe gegen Zecken
Ätherische Öle werden seit Jahrhunderten als natürliche Insektenschutzmittel eingesetzt. Wissenschaftliche Studien bestätigen die repellente Wirkung mehrerer Pflanzenstoffe:
- Citriodiol (aus Zitroneneukalyptus) - der am besten erforschte pflanzliche Wirkstoff gegen Zecken. Von der WHO als wirksames Repellent anerkannt.
- Geraniol - wird aus Rosengewächsen gewonnen und wirkt abschreckend auf Zecken und Mücken.
- Lavendelöl - besitzt eine nachgewiesene repellente Wirkung und pflegt gleichzeitig die Haut.
- Zedernholzöl - traditionelles Mittel zur Insektenabwehr, angenehmer Waldduft.
Schutz für die ganze Familie
Pflanzliche Zeckenschutzmittel eignen sich besonders gut für Familien mit Kindern. Viele chemische Repellents (z. B. mit DEET) sind für Kleinkinder nicht empfohlen. Natürliche Alternativen auf Basis von Citriodiol sind dagegen auch für Kinder ab 3 Jahren geeignet - ideal für den Familienausflug in der Zeckensaison. In unserem Artikel DEET vs. DEET-frei erfährst du mehr über die Unterschiede.
Unser Ansatz bei Air Creative: Wir kombinieren die wirksamsten pflanzlichen Inhaltsstoffe zu einem alltagstauglichen Schutz - damit du dich auf das konzentrieren kannst, was zählt: die Zeit in der Natur genießen.
Die FSME-Impfung - kurz erklärt
Gegen FSME gibt es eine wirksame Impfung. Gegen Borreliose nicht. Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt die FSME-Impfung für:
- Personen, die in FSME-Risikogebieten leben oder arbeiten
- Reisende, die in Risikogebieten wandern, campen oder Rad fahren
- Berufsgruppen mit erhöhter Exposition (Forstwirtschaft, Landwirtschaft)
Die Grundimmunisierung umfasst drei Impfungen über mehrere Monate. Danach ist eine Auffrischung alle fünf Jahre empfohlen. Die Kosten werden von den meisten Krankenkassen übernommen - besonders wenn du in einem Risikogebiet wohnst.
Natürlicher Zeckenschutz für unterwegs
Unser Zecken-Stopp 3-in-1 Insektenschutz Spray mit Citriodiol schützt dich und deine Familie auf natürliche Weise vor Zecken, Mücken und Bremsen - ganz ohne DEET und auch für Kinder geeignet. Einfach aufsprühen und die Natur unbeschwert genießen.
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Häufige Fragen zu FSME-Risikogebieten
Welche Gebiete in Deutschland sind FSME-Risikogebiete?
Das RKI weist aktuell 185 Landkreise als FSME-Risikogebiete aus (Stand Januar 2026). Betroffen sind vor allem Baden-Württemberg (fast komplett), Bayern (Großteil), sowie Teile von Sachsen, Thüringen, Hessen, Brandenburg und einzelne Kreise in Niedersachsen, NRW und Rheinland-Pfalz.
Ist mein Landkreis ein FSME-Risikogebiet?
Nutze die interaktive Karte oben auf dieser Seite - dort kannst du deinen Landkreis direkt anklicken und siehst sofort, ob er als FSME-Risikogebiet eingestuft ist. Die Karte zeigt alle 401 deutschen Landkreise, 94 österreichische Bezirke und 26 Schweizer Kantone.
Gibt es Zecken auch in Norddeutschland?
Ja, Zecken kommen in ganz Deutschland vor - auch in Norddeutschland. Allerdings ist das FSME-Risiko dort deutlich geringer. Borreliose wird dagegen deutschlandweit von Zecken übertragen, unabhängig von der Region. Körperkontrolle ist also überall sinnvoll.
Welche Kantone in der Schweiz sind FSME-Risikogebiete?
Laut BAG sind alle Schweizer Kantone FSME-Risikogebiete - mit Ausnahme des Tessins. Die Impfung wird für alle Personen ab 6 Jahren empfohlen, die in der Schweiz leben oder sich regelmäßig im Freien aufhalten.
Muss ich mich in einem Risikogebiet gegen FSME impfen lassen?
Eine Pflicht gibt es nicht, aber die STIKO empfiehlt die FSME-Impfung für alle Personen, die in Risikogebieten leben oder sich dort häufig im Freien aufhalten. Die Grundimmunisierung umfasst drei Impfungen und bietet dann für mindestens fünf Jahre Schutz. Die Kosten werden meist von der Krankenkasse übernommen.
Wann wird die FSME-Risikogebietskarte aktualisiert?
Das RKI veröffentlicht die aktualisierten FSME-Risikogebiete jedes Jahr im Januar oder Februar im Epidemiologischen Bulletin. Wir aktualisieren diese Seite zeitnah nach jeder neuen Veröffentlichung.
